Heimliche Hauptstadt, Heine und Halunken

Es gehört zu den schönsten Städten am Mittelrhein: der historische Weinort Bacharach. Im Ortskern erinnern verschachtelte Fachwerkhäuser, enge Gassen und der idyllische Malerwinkel an lange vergangene Zeiten. Die waren oftmals nicht so friedlich wie in der romantischen Rückschau. Die Bürger mussten ihr Hab und Gut mit einer gewaltigen Stadtmauer schützen, in die sie hoch aufragende Türme einflochten.

Zwei Bauwerke prägen das Bild der „heimlichen Hauptstadt der Rheinromantik“, wie Bacharach im 19. Jahrhundert genannt wurde: Burg Stahleck am Hang hoch über der Stadt, und die Wernerkapelle, ein Juwel gotischer Baukunst. Das Schicksal beider Bauwerke ist eng miteinander verflochten: Als die Franzosen Burg Stahleck 1689 sprengten, fielen Trümmer auf die Wernerkapelle herab, durchschlugen das Dach und zerstörten das Gebäude. Seitdem ist die Ruine ein Mahnmal für mehr Toleranz. Abseits vom Rheintal steht bei Steeg die Burg Stahlberg, eine der vergessenen Burgen des Welterbes – zu Unrecht, wie man beim Besuch der Ruine schnell feststellt.

Daran erinnern Leila und ich bei unserer Bacharach-Tour „Mords Märchenhochzeit“ in unserer Mords-Mittelrheintal-Reihe am Sonntag, 16. Februar. Treffpunkt ist der Bahnhof, gestartet wird um 13.15 Uhr. Unterwegs liest Leila eine eigens für die Tour geschriebene Krimikomödie vor, ich erzähle dazu schaurige Geschichten.

Infos unter 06722 / 750508 und auf www.mords-mittelrheintal.de

Tour: Mords Märchenhochzeit

Datum:  Sonntag, 16. Februar

Uhrzeit: 13.15 Uhr

Treffpunkt: Bacharach, Bahnhof

Distanz: 9 Kilometer, 400 Höhenmeter

Dauer:  4:30 Stunden (Wanderzeit 2:30 Std.)

Endpunkt: 17.45 Uhr, Bacharach Ortskern

Kosten:  12 Euro (inkl. zwei Gläser Wein 0,1 l)

Besonderheiten: Rucksackverpflegung, ohne Anmeldung