Pilgern im Land der hl. Hildegard / Spirituelle Erlebnistage an der Nahe

Sie gilt als die berühmteste Frau des Mittelalters: Hildegard von Bingen. Ihre Faszination ist ungebrochen, manche sprechen gar von einem „Hype um Hildegard“. Wer die Ordensfrau, Natur- und Heilkundlerin einmal näher kennenlernen will, kann den Spuren ihres Lebens auf dem „Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg“ an der Nahe folgen. Ich lade vom 19. bis zum 23. Juni dazu ein, die erste Hälfte des Weges kennenzulernen. Wir blicken ins Leben und Wirken der Heiligen und bekommen Impulse für gemeinsame spirituelle Erfahrungen in der beeindruckenden Szenerie des Nahetales.
Wir übernachten je zweimal im Jugendgästehaus Idar-Oberstein sowie im Tagungshaus Bannmühle in Odernheim am Glan. Die Anreise ist individuell, die Transfers zwischen den Etappen habe ich per Bus organisiert. Das Arrangement umfasst neben Halbpension und der kompletten Unterwegs-Verpflegung auch sämtliche Transfers, alle Eintritte und Führungsgebühren, ein Pilgerbuch sowie die qualifizierte Begleitung.
Die Teilnehmer der Pioniertour im Frühjahr 2018 waren ausnahmslos begeistert: „Man muss nicht unbedingt bis nach Santiago des Compostella pilgern, um den Weg zu sich selbst zu finden. Der Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg an der Nahe liegt so nah.“
Informationen zur Vier-Tages-Pilgerwanderung hängen als pdf an. Wer Fragen hat: Meine Mailmühle (blum.geisenheim@t-online.de) freut sich auf eine Rückmaildung. Oder ruf einfach an: 06722 / 750508 (der AB hört gern aufmerksam zu).

Weitere Infos hier: Alle Details zur Nahe-Hildegard-Pilger-Tour

Schön war’s … am Neujahrstag in den Weinbergen

Es ist nicht unbedingt jedermanns / -fraus Sache, schon am Neujahrstag die guten Vorsätze fürs neue Jahr umzusetzen. „Zu lange gefeiert. Noch zu müde. Vielleicht ab morgen“ – die Liste der Entschuldigungen (um das Wort „Ausreden“ nicht zu gebrauchen, ist lang.

Aber es gab auch diesmal Unentwegte. Als sich alle versammelt hatten in Assmannshausen, waren es mehr als 80 Neujahrswanderer, die durch die weltberühmten Weinberge des Frankenthales und des Rüdesheimer Berges zum Niederwalddenkmal aufsteigen wollten. Unterwegs genossen sie den herrlichen Blick in den „Grand Canyon der Romantik“, in dem Vater Rhein so kräftig zu Tal floss, als hätte es das monatelange Niedrigwasser nie gegeben.

Gleich zu Beginn unternahmen die Neujahrswanderer einen Ausflug in die Erdgeschichte. Mit ein paar Scheiben Käse verdeutlichte Welterbebotschafter Wolfgang, wie sich die Landschaft im Rheintal seit Jahrmillionen zusammenschiebt und deswegen die Felsformationen nicht mehr waagrecht übereinander, sondern senkrecht nebeneinander stehen.

Auch bei der Geschichte um den bösen Bischof Hatto im Mäuseturm, der Erklärung zum kürzesten Kilometer am Rhein sowie der Zeitreise in die Epochen der Romantik und des Deutschen Kaiserreiches hingen die Freiluftfans Wolfgang an den Lippen. Spätestens zu Füßen der ehrwürdigen Germania wussten sie, dass ein Ausflug ins Welterbe Oberes Mittelrheintal selbst bei wolkenverhangenem Himmel lohnt.